Visionen

Nationales Referenzzentrum für Urologie

Das malawischen Gesundheitsministerium und das College of Medicine of Malawi sowie eine Gruppe kanadischen Urologen sind unserer Partner beim Aufbau eines nationalen urologischen Zentrums. Seit Beginn unserer klinischen Arbeit in Zomba ist die Bedeutung urologischer Pathologie offensichtlich. Sie resultiert aus der endemischen urogenitalen Bilharziose an Malawi-See und auf den Reisfeldern, den weitverbreiteten unbehandelten Geschlechtskrankheiten und dem Fehlen jedweder urologischer Kompetenz im ganzen Land. Weiter siehe (Link Urologie Projekt)

Weiterentwicklung der Abteilung Physiotherapie

Ein Krankenhaus von der Größe des Zomba Hospitals, zuständig für weit über 4 Millionen Menschen braucht eine leistungsfähige Physiotherapie. Da diese das Referenz- und Ausbildungszentrum für die zugeordneten Distrikte ist, braucht es auch eine akademisch qualifizierte Leitung. Ein neues Projekt soll deshalb das Masterstudium eines leitenden Mitarbeiters, den Ausbau und die Renovierung der Behandlungsräume, die Anschaffung von neuem Equipment und die Durchführung von Lehrvisiten in den Distriktkrankenhäusern ermöglichen. Ein Antrag für die Finanzierung ist auf dem Wege, tatkräftige Mitarbeiter am besten mit Fachkenntnis für die Verstärkung des deutschen Teams werden dringend gesucht.

Zomba School of Trauma and Emergency Medicine

in den letzten 2 Jahrzehnten sind in Zomba beachtliche Kompetenzen auf den Gebieten Notfallmedizin, Intensivtherapie, Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie sowie Endoskopie geschaffen worden. Diese Einrichtungen und das Wissen der dort tätigen Mitarbeiter, die oft mithilfe unseres Vereins weitergebildet wurden, kommt im Moment nur den Patienten im Einzugsgebiet des Zomba Hospital zugute. Das ist schon eine ganze Menge, aber landesweit ist der Bedarf riesig. Es ist deshalb eine unserer Visionen, in Zomba eine Bildungseinrichtung zu etablieren, in der sich Mitarbeiter des Gesundheitswesens aus dem ganzen Land in den genannten Fachgebieten weiterbilden können.

Der Bedarf nach solchen Kompetenzen wird in vielen Gesundheitseinrichtungen des Landes erkannt und nicht selten stehen auch Mittel zur Weiterbildung von Mitarbeitern zur Verfügung. Solche Aus-und Weiterbildungen müssen aber oft im Ausland stattfinden. Damit werden sie sehr teuer und die Kapazitäten sind begrenzt. Eine Bildungseinrichtung in Zomba könnte nach Etablierung und Anzug Finanzierung Kurse von wenigen Wochen bis zum Masterkursen von 2 Jahren gegen Studiengebühren anbieten und sich damit früher oder später finanziell selbst tragen.

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung sollte in der täglichen klinischen Praxis stattfinden. Damit würden die Studenten und ihre Lehrer auch einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Patienten am Zomba Central Hospital leisten. Damit entstünde eine Partnerschaft des Gebens- und Nehmens: Die Schule würde das Personal und die Einrichtungen des Krankenhauses nutzen, diese aber gleichzeitig erweitern und stabilisieren.

Unsere Suche nach Sponsoren für dieses Projekt hat bereits zu Anträgen geführt, die bisher aber erfolglos blieben. Wir lassen uns davon aber nicht entmutigen.

Beginn der Verhandlungen zur Eröffnung einer Clinical Officer – School in Zomba

Dieses eher langfristige Projekt bedarf guter und überlegter Vorbereitungen und kann nur realisiert werden, wenn die malawischen Behörden ihre Unterstützung signalisieren und dokumentieren. Weil wir meinen, dass eine Verbesserung des Gesundheitswesens nur über eine deutlich höhere Anzahl ausgebildeter Schwestern, Clinical Officer und Ärzte zu realisieren ist, möchten wir uns anbieten, den Aufbau und die Arbeit einer Ausbildungsstätte für Clinical Officer personell und finanziell zu unterstützen. Die Trägerschaft muss aber in malawischer Hand bleiben. Dies bedarf ausgiebiger Verhandlungen auf mehreren Ebenen, die im Rahmen einer Malawi-Reise begonnen werden sollen.