Geschichte

Jüngere Vergangenheit

Im letzten Jahrzehnt hat sich unser Engagement gewandelt. Größere und strukturierte Projekte mit Förderung durch Dritte (Bengo global engagement, Initiative Klinikpartnerschaften) haben an Bedeutung gewonnen. Diese erfordern viel Kleinarbeit und Input der Vereinsmitgliede, die sich dazu mittlerweile auf Arbeitsgruppen organisiert haben. Es müssen die Anträge geschrieben und „durchgeboxt“ werden. Dann kommt es nicht nur auf eine erfolgreiche Umsetzung der Projekte, sondern auch auf regelmäßige Berichte und eine korrekte Finanzabrechnung an. Nur wer Projekte in diesem Sinne erfolgreich zu Ende führt, kann auf weitere Förderung rechnen. Mittlerweile haben wir dazu viel gelernt und auch schon einige Anschlussprojekte genehmigt bekommen.

Eine Etwas stabilere Wirtschaftslage in Malawi und ein einigermaßen verlässliches Budget des Krankenhauses sowie die nun erreichte Autonomie des Zomba Hospitals führen auch dazu, dass es weniger auf Sachspenden und Schließen kleiner Finanzierungslöscher ankommt. Auch für die jährlichen Containersendungen wird es bald keine Notwendigkeit mehr geben. Dagegen haben wir uns solche Aufgaben wie die Etablierung eines nationalen Urologischen Zentrums oder einer Schule für Unfall- und Notfallmedizin gestellt. Das sind ganz andere Dimensionen, sowohl was den nötigen Aufwand auf unserer Seite als auch die Wirkung in Malawi betrifft.

Präsenz vor Ort und persönliche freundschaftliche Beziehungen zu den Mitgliedern der Partnerorganisation JEZOHA und anderen Mitarbeitern des Krankenhauses sind aber nicht minder bedeutsam. Nur weil wir diese festen Verbindungen nun schon seit über 2 Jahrzehnten pflegen, können wir solche neuen Projekte in Angriff nehmen und vollenden. Die Reisen von Vereinsmitgliedern nach Malawi und Aufenthalte malawischen Freunde in Deutschland sind deshalb eher häufiger als seltener geworden und haben nichts an Bedeutung verloren.


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