Notfall- und Intensivmedizin

Schockraum der Notaufnahme in Betrieb :  Der im Mai 2017 fertiggestellte Schockraum ist jetzt richtig in Betrieb. Alle Schwerverletzten oder lebensgefährlich erkrankten Notfallpatienten werden dort versorgt. Nirgends auf der Welt funktionieren Notaufnahmen und Schockräume reibungslos. Auch in Zomba führen Fragen nach der Zuständigkeit zum Beispiel für das Auffüllen der Vorräte oder die Erstversorgung bestimmter Patientengruppen immer wieder zu Diskussionen. Den Klärungsprozeß zwischen den verschiedenen Beteiligten des malawischen Krankenhauses begleiten wir mit Verständnis und den Erfahrungen aus unseren Krankenhäusern, aber auch mit Neugier dafür,  was wir vielleicht von den malawischen Lösungen lernen können. Eine Schwester und ein Clinical Officer aus diesem Projekt waren bereits in Wolfsburg bei Bernadette Erdmann für 4 Wochen zu gast, Anfang 2019 haben weitere Besuche in Deutschland stattgefunden, diesmal auch unter Einbeziehung des Leiters der internistischen Abteilung.

Aufbau einer Intensiveinheit

Dr. Olaf Bach aus Jena war 1995 im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit als erster deutscher Chirurg am Zomba Hospital tätig. Er konnte das Spektrum der chirurgischen Operationen wesentlich erweitern. Zusätzlich bedurfte es aber auch einer besseren Überwachung der schwer kranken Patienten, da auf den normalen Krankenstationen pro Schicht nur eine Schwester für etwa 70 Patienten verfügbar war. Wir haben deshalb 1997 einen ersten Container mit dem für eine Intensivstation notwendigen Inventar nach Zomba geschickt und bemühen uns seitdem um Nachschub und besonders um die Ausbildung der dort tätigen Krankenschwestern, die stolz sind, auf „ihrer“ Intensivstation zu arbeiten.

Bau einer Notaufnahme

Jeden Tag passieren viele Unfälle in Malawi. Viele Patienten mit traumatologischen Krankheiten besuchen das Krankenhaus in Zomba. Eine Notaufnahme fehlte jedoch bisher im Zomba Hospital. Oft wurden Patienten mit schweren Verletzungen erst auf den überfüllten Stationen notversorgt. Wir haben daher schrittweise eine Notaufnahme in Zomba aufgebaut. Der Bau ist nun abegschlossen. Nun muss noch der Betrieb darin abschließend organisiert werden, was sich als schwierigere Aufgabe herausgestellt hat. Es gibt hierfür eine malawische Arbeitsgruppe. Im Herbst 2017 waren einige Vereinsmitglieder in Zomba um die Ausbildung in Erstversorgung und Schockraum-Management voranzubringen.